Erste Hilfe im Sport
Wissen, das Leben rettet — auch im Training.
Im Notfall: Sofort 112 anrufen! Diese Seite ersetzt keine Erste-Hilfe-Ausbildung.
Schnelle Hilfe rettet Leben
Im Sport können lebensbedrohliche Situationen ohne Vorwarnung auftreten. Ein Herz-Kreislauf-Stillstand im Training erfordert sofortiges Handeln — jede Minute ohne Reanimation reduziert die Überlebenschance um etwa 10%.
Sporteinrichtungen tragen Verantwortung für die Sicherheit ihrer Mitglieder. Strukturierte Erste-Hilfe-Konzepte und regelmäßige Schulungen sind keine Kür, sondern Pflicht.
Reanimation und AED
Sofortmaßnahmen bei Herz-Kreislauf-Stillstand:
- Ansprechen und Bewusstsein prüfen
- Notruf 112 absetzen und AED holen lassen
- Herzdruckmassage starten: 30 Drücke, 5–6 cm tief, 100–120/min
- 2 Beatmungen (wenn ausgebildet)
- AED einschalten und Anweisungen folgen
- Weiter bis Rettungsdienst übernimmt
AED im Verein
Ein Automatisierter Externer Defibrillator (AED) sollte in jeder Sporteinrichtung vorhanden und regelmäßig gewartet sein. Die Benutzung ist für Laien sicher — der AED gibt alle Anweisungen selbst.
Bewusstlosigkeit
Bei bewusstloser, aber atmender Person:
- Stabile Seitenlage einleiten
- Atemwege freihalten und regelmäßig Atmung kontrollieren
- Notruf 112 absetzen
- Person nicht alleine lassen und beobachten
- Wärmeerhalt sicherstellen
Sportverletzungen — PECH-Schema
Bei Prellungen, Verstauchungen und Zerrungen gilt das PECH-Schema:
Notfallausstattung im Verein
Jeder Verein sollte mindestens folgende Ausstattung vorhalten:
Dokumentation von Vorfällen
Die systematische Dokumentation von Vorfällen ist nicht nur für Versicherungsfragen wichtig — sie liefert wertvolle Daten zur Prävention zukünftiger Unfälle.
MOVAID™ stellt dafür ein strukturiertes, anonymisiertes Erfassungssystem zur Verfügung. Jeder Bericht erhält eine eindeutige Ticketnummer (z. B. MOVAID-2026-000001) und kann intern einem Fall zugeordnet werden, ohne personenbezogene Daten zu speichern.